Wandern ist gesund! Diese Aussage wird heutzutage wohl kaum noch von Jemand bestritten werden, besonders nicht, wenn man selber entsprechende Erfahrungen im Wandern sammeln und diese These somit – vielleicht schon vielfach – beweisen konnte. Selbst viele Reha-Kliniken haben das Wandern mit in ihrem Genesungsprogramm, denn es fördert den Kreislauf und den Muskel- und Gelenkapparat. Langes, ausdauerndes Wandern ist ein hervorragender Indikator um das Immunsystem und den Stoffwechsel nachhaltig anzukurbeln. Zwar gilt Wandern als eine eher wenig intensive, dafür umso ausdauernde Sportart, was schon für sich für die Stärkung des Herz-Kreislaufsystems und somit dem Immun- und Stoffwechselsystem spricht. Durch unebene Feldwege und dem Wechsel zwischen bergauf und bergab wird zudem viel Bewegungsenergie freigesetzt, was zugleich zu einem Verbrauch von Kalorien und einem Aufbau der Muskeln – besonders der Bein- und beim Tragen von Wandergepäck der Schultermuskulatur – führt.
Bereits auf diversen Symposien konnten Fachärzte mehrfach bestätigen, dass das Wandern einen nachhaltigen gesundheitlichen Aspekt in sich birgt, der auf viele körperliche Systeme positiv wirkt. Neben dem Herz-Kreislauf- und dem Immunsystem sind dies zum Beispiel auch Verminderung diverser Krebsrisiken, die Stärkung der Skelettstruktur, Erhöhung geistiger Leistungsfähigkeit und Erweiterung des Lungenvolumens. Auch Punkte wie Stressentlastung, sowie körperliche und geistige Entspannung sind beim Wandern positive Nebeneffekte. Ebensolches gilt im Übrigen für das Abnehmen. Durch Wandern – in Kombination mit entsprechend ausgewogener und fettarmer Ernährung – wird das Abnehmen durchaus nachweislich gefördert und bei regelmäßigem Wandern auch ein – bei Diäten oftmals „beliebter“ –Jojoeffekt vermieden.
Wandern ist also eine hervorragende Ausdauersportart, die sowohl präventiv als auch begleitend als eine Therapie gegen die vielen Zivilisationskrankheiten genutzt werden kann und gleichzeitig in einer Bandbreite wirkt, wie sonst keine andere bekannte Fitnesssportart. Der Kontakt mit der Natur sorgt zudem während des Wanderns für ein mentales Hochgefühl und eine Ausgeglichenheit, die zu weiteren positiven Nebeneffekten führen. Eine “negative” Begleiterscheinung ist nur bei Anfängern zu erwarten, wenn diese sich zu Beginn überanstrengen und so mit den Folgeerscheinungen des Muskelkaters – und schlimmstenfalls Blasen an den Füßen – kämpfen müssen, doch bei regelmäßigem und vernünftig durchgeführten Wandern muss man sich dahingehend keine Sorgen machen.
Ein kleiner Tipp für die, die ihren inneren “Schweinehund” allein nicht überwinden können, ist das Wandern in Gruppen. Das macht Spaß und man hat Unterhaltung, die gerade Anfängern das lange Gehen erleichtert. Die ersten Versuche können natürlich auch bei einem Wanderurlaub mit Gleichgesinnten unternommen werden.
Außerdem können wir Ihnen das Buch “Wandern von Frank Gerbert” empfehlen. Der Autor beschreibt witzig und unterhaltsam wie er die Wandlung vom bequemen Seilbahnfahrer zum passionierten Wanderer beschritten hat. Ein echter Tipp für alle Wanderfreunde und die die es werden wollen.
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