Thermalquellen und ihre therapeutische Wirkung

Hydrothermale Quellen – welche auch langläufig als Thermalquellen bekannt sind und auch häufig im Zusammenhang mit Wellness genannt werden – gibt es weltweit in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Bei ihnen handelt es sich um Quellen, aus denen bedeutend wärmeres Wasser aus der Erde austritt als dies beim normalen Grundwasser der Fall ist. Weist eine entsprechende Quelle mindestens fünfzehn Grad wärmeres Wasser auf als die sie umgebende Lufttemperatur, so handelt es sich um eine so genannte heiße Quelle – eine Thermalquelle.

Das Wasser erhitzt sich unterirdisch entweder anhand von vulkanischen Aktivitäten oder weil es in den tiefsten Regionen der Erdschichten über heißem Gestein zirkuliert und der entstehende Dampf an die Oberfläche gepresst wird, bis wohin er teilweise seinen Aggregatzustand noch einmal wechselte. Man unterscheidet zwischen heißen Wasserquellen, Geysiren, Fumarolen, Schlammtöpfen und einigen weiteren Quelltypen. Nur wenige Quellen sind dabei reine Salzwasserquellen – bis auf Drei enthalten alle Süßwasser.

Geysir Strokkur in Island

Geysir Strokkur in Island

Die höchste Quellansammlung weltweit befindet sich im Yellowstone Nationalpark in den USA, aber auch in Europa gibt es eine Vielzahl Thermalquellen, so die vielen Geysire in Island oder zum Beispiel auch die Thermalquellen auf Ischia. Viele – wie zum Beispiel die auf Ischia – werden vor Allem auch gerne für ihre therapeutische Wirkung auf Körper und Geist genutzt und dies bereits seit mehreren tausend Jahren. So sind sie in den Thermalgärten auf Ischia reicher an gelösten Mineralstoffen, als dies bei kalten Quellen der Fall ist: Schwefel, Chlor, Akali, Radon, Jod, Eisen und Kali – um nur einige zu nennen.

Durch die Reichhaltigkeit ist das Heilspektrum weit reichend: Thermalbäder, Spülungen, Dampfbäder und –duschen, Ozonduschen und eine Vielzahl anderer Bädertypen sorgen für heilende Wirkung bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Asthma, Herz- Kreislauf- und Stoffwechselstörungen wie auch bei Gelenkbeschwerden zu denen Rheuma und Arthrose zählen.



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